St. Laurentius Kirche
   
 

 

 Die Kirche im Innenraum
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  Aus der Geschichte der St.Laurentiuskirche
 

Die St. Laurentius-Kirche ist mit die älteste evangelische Kirche im Landkreis Bamberg.

Ihr Fundament ist älter als der Bamberger Dom.

Die frühere Holzkirche ist mehrmals abgebrannt

Als die Familie Crailsheim das Dorf und die dazugehörigen Ländereien erwarb, führten sie

ca.1549 in Walsdorf die Reformation ein. Seitdem wurde Walsdorf evangelisch.

Die Crailsheim begannen danach die Kirche wieder neu zu errichten.

1577 : Turm wieder aufgebaut

1608 : Kirchenschiff fertiggestellt

1701-1759: neue Innenausstattung im Stil des Barock

Die Besucher unserer Kirche vermuten bisweilen, die Kirche wäre wegen ihres barocken Stils einst katholisch gewesen.

Doch sie war seit ihrer Neuerbauung schon immer evangelisch.

Seit 1806 ist Walsdorf die Mutterkirche der evangelischen Kirchengemeinden Bambergs.


 

 

              
 

25 Jahre Hey-Orgel

 1984-2009 

Aus alten Akten des Pfarrarchivs wird 1620 von der Orgel berichtet: „Einem Orgelmacher von der Orgeln wieder on Zurstimmen gegeben" (Stimmung der Orgel), 1680 ist eine größere Rechnung über eine Orgelreparatur durch „Andreas Heidelberger aus Saalfeldt" vorhanden. 

In den Jahren 1719/20 wurde eine neue Orgel, die dritte seit 1608, auf der Westseite der Kirche erstellt und im März 1720 eingeweiht. Schon lange war dafür gesammelt worden; eine Reihe von Orgelga­ben legt von dem opferwilligen Sinn der Patronatsherrschaft, auswärtiger Gönner und der Walsdorfer Gemeinde beredtes Zeugnis ab. Auch mußten „Capitalien" aufgenommen werden. Das Gehäuse wur­de von Meister Georg Neßer erstellt, den Anstrich und die Vergoldung besorgte der Bamberger Maler Heinrich Gütlein, das Orgelwerk baute Johann Hofmann aus Seßlach ein. Aus einer Urkunde vom 31. Dezember 1719 geht hervor, dass die „alte" Orgel an die Rüglander Kirche verkauft worden sei. Sie hatte „2 Claviere" und 10 Register.

Eine Rechnung vom 10. Aug. 1761 über eine größere Reparatur ist erhalten. 1854 wird von einer Reparatur berichtet, dass die Orgel mangelhaft ist durch den angesammelten Staub und der eine von 3 Blasbälgen entzwei ist und die anderen schadhaft sind.

Weitere Nachrichten besagen, dass 1898 die Or­gel vermutlich um ein zweites Manual mit 4 Regis­tern erweitert wurde. Die Arbeiten führte Orgelbau­er Hofmann aus Hofheim aus.

Am 13. Mai 1909 wurde nach Beschluss des Kirchenvorstandes vom 27.10.1907 und Genehmi­gung der Regierung von Oberfranken vom 14.05.1909 von der Orgelfabrik Johann Strebel aus Nürnberg ein neues pneumatisches Orgelwerk eingebaut mit 13 klingenden Registern auf 2 Manualen und Pedal mit 3 Koppeln. Die neue Orgel selbst wurde am 21. Nov. 1909 in einem Kirchenkonzert vorgestellt.

1929 bekam die Orgel im Rahmen der Elektrifi­zierung einen elektrischen Orgelmotor, der sich auf dem Dachboden befand.

 

      

1952 führte Orgelbauer Thierauf eine Reparatur und klangliche Änderung durch;

1971 arbeitete Orgelbauer Hoffmann aus Ostheim v. d. Rhön an dem Instrument. 

Auch diese Maßnahmen konnten den schlechten Allgemeinzustand der Orgel nicht verbessern.

Das Konstruktionsprinzip von 1909 hatte sich nicht bewährt und eine weitere Reparatur wäre nicht sinnvoll gewesen. 

So entschloss sich der Kirchenvorstand zum Neu­bau einer Orgel mit mechanischer Traktur und beauftragte Orgelbaumeister Wolfgang Hey auf Grund des Angebotes vom 10. Mai 1982 mit den Arbeiten zur Erstellung eines neuen Werkes im prachtvollen historischen Orgelgehäuse. 

Die Einweihung des neuen Orgelwerkes fand am Pfingstsonntag, den 10. Juni 1984 um 9:00 Uhr mit einem Festgottesdienst statt, nachdem ein erster Termin Erntedankfest 1983 nicht eingehalten wer­den konnte. Am Nachmittag fand ein Orgelkonzert statt, bei dem Orgelsachverständiger KMD Schmidt die Klangmöglichkeiten des neuen Orgelwerkes vor­stellte.

 

 Ihr Gottlieb Honold